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Beacham, Richard C.

Adolphe Appia - Künstler und Visionär des modernen Theaters
Mit einem Vorwort von Robert Wilson

415 Seiten
Alexander Verlag Berlin
gebunden mit Schutzumschlag; 122 Abb., davon 32 farbige
ISBN: 978-3-89581-152-4

39.90 € (alter Preis: 68.00 €)



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Das Buch ist die erste umfassende deutschsprachige Monographie des Schweizer Bühnenreformers Adolphe Appia, dessen Ideen die Grundlage für zahlreiche Innovationen, Anschauungen und Praktiken im Theater waren.
Mit den zahlreichen Abbildungen seiner Bühnenentwürfe, insbesondere zu den Werken Richard Wagners und seinen Texten zur Theaterreform, zur Theaterästhetik und zum Selbstverständnis der Bühnenkunst, wird es zu einer Quellensammlung für jeden Theater-, Musik- und Operninteressierten; für Regisseure, Bühnenbildner, Architekten und Kunsthistoriker.

»Wann immer ich Appias Zeichnungen und Entwürfe sehe, fühle ich mich in meiner Arbeit bestätigt.« Robert Wilson


PRESSESTIMMEN

Wagners Lichtbringer
»In erster Linie war Appia Visionär, Anreger, Ideenbeweger. Ebendarin ist er einer der Urväter der Moderne, zugleich aber auch eine Art Mythos: viel erwähnt, doch allenfalls vage bekannt. Umso wichtiger ist es, dass nun die erste umfassende deutsche Monographie vorliegt.«
Gerhard R. Koch, FAZ 2007

»Prachtvolle Ausgabe«
»Die theatertheoretischen Texte Appias (die hier in sinnvoll gekürzten Fassungen endlich wieder zugänglich sind, zum Teil auch die bisher nicht übersetzten späten Texte) entwerfen und fordern ein Theater, an dem jeder partizipieren soll, wenn möglich als aktiv produzierender Künstler....Die detaillierten Texte wurden für Praktiker zum anspielungsreichen und anregenden Fantasie- und Asssoziationsraum, der ihnen half, das Theater neu zu entdecken. Diese Schriften wieder zugänglich zu machen, ist nicht das geringste Verdienst der nun im Alexander Verlag erschienenen ersten großen deutschsprachigen Monografie über Adolphe Appia. Die prachtvolle Ausgabe folgt dem 1994 in Großbritannien erschienenen Band von Richard C. Beacham und zeichnet ein umfassendes Bild des radikalen Romantikers.«
Peter Staatsmann, Theater heute, (2006)

Illusionsbühne vs rhythmische Räume
»Statt einer aus Pappe, Stoff und Draht zusammengeleimten und vorsintflutlich beleuchteten Illusionsbühne forderte Appia rhythmische Räume, in denen die Musik die Quelle der Inszenierung sein müsse; statt Pseudowirklichkeit wollte er einen Bühnenraum kreieren, der die Wahrnehmung erweitert.
Die Wirkungen dieser Reformen, von Emil Preetorius über Wieland Wagner bis zu Robert Wilson, sind bekannter als Appias Schriften selbst. Deshalb kommt der ersten (!) deutschsprachigen Appia-Monographie besondere Bedeutung zu. Mit attraktivem Bildmaterial illustriert, stellt sie Appias Lebensgeschichte und seine künstlerische Arbeit dar, ergänzt mit zeitgenössischen Quellen und mit Auszügen aus seinen Schriften zu Theaterreform, Theaterästhetik und Theaterverständnis. Faszinierend nachvollziehbar wird, dass Appia seiner Zeit um ein halbes Jahrhundert voraus war. Noch in den zwanziger Jahren musste er sich den Vorwurf gefallen lassen, seine für Toscanini entworfene Tristan-Szenerie sei lächerlich, beschämend, prätentiös und deprimierend für das Auge’.«
Kurt Mulisch, Neue Zürcher Zeitung (2006)

»Wagner gewidmet«
»Gerade hat Bayreuth seinen neuen RING erlebt und in einer Ausstellung der 130-jährigen Geschichte des Wagnerschen Musikdramas gedacht... Alle Künstler, auch schon Wieland Wagner mit seinen abstrakt-symbolischen, von Scheiben und Stufen geprägten Welt-Räumen der 50er und 60er Jahre haben sich dabei auf den genialen Schweizer Bühnenkünstler und Regisseur Adolphe Appia (1862 -1928) bezogen. Neben dem stilistisch ähnlich orientierten englischen Kollegen Edward Gordon Craig war Appia mit seinen leer geräumten, meist nur von symbolischer Architektur (offenen Hallen, Treppenabsätzen, Rundbögen) und konzentrierenden Lichtschneisen geprägten Bühnen ein Revolutionär des Welttheaters.
Appias Inszenierungen als Anbruch einer allen Naturalismus und Realismus überholenden Theatermoderne wurden nicht zuletzt von Bayreuths Arena-Architektur im Festspielhaus inspiriert und waren immer wieder Wagner gewidmet, unter anderem beim Tristan mit Toscanini 1923 an der Mailänder Scala.
Appia bleibt das Vorbild auch für den Gesamtkünstler Robert Wilson, und der Amerikaner widmet ihm eine Hommage in Richard C. Beachams soeben erschienenem wunderbarem großem Appia-Buch«
Peter von Becker, Der Tagesspiegel (2006)

»Der Band ist gut lektoriert und der Text vor allem gut lesbar übersetzt; die Original sind z.T. erstmals oder nach vielen Jahrzehnten wider greifbar. Die Quellenangaben sind übersichtlich auf der jeweiligen Seite zu finden und sehr genau.«
Deutsche Richard Wagner Gesellschaft

»Beachams kulturgeschichtliches Panorama ist reich gestuft, zumal in den Hinweisen auf Parallel- und Folge-Phänomene, etwa bei Atraud oder Meyerhold, der konstuktivistischen ›Treppe‹ Leopold Jessners, aber auch in Amerika: Beim Living-, La Mama- oder Bread and Puppet Theatre konnte man im antipsychologischen und -realistischen Impuls durchaus Ableger Appias erkennen. Noch Peter Brooks ›Empty Space‹ belegt die Nachwirkung.«
Gerhard R. Koch, FAZ 2007








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