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Kortner, Fritz
Aller Tage Abend
496 Seiten Alexander Verlag 2. Auflage, gebunden, Fadenheftung ISBN: 978-3-89581-098-5
17.90 €

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Am Abend des 9. Mai 1908 sah der junge Fritz Kortner zum erstenmal den österreichischen Schauspieler Josef Kainz als Franz Moor in Die Räuber von Schiller am Wiener Burgtheater: »Schlagartig wurde ich theaterhörig. Theaterliebeskrank lag ich danach tagelang fiebernd im Bett«, erinnert sich Kortner. Kainz hatte ihn »infiziert«. »Kainz-durchwebt« und »Schiller-trunken« ging er an jenem Abend nach Hause. Theater-trunken blieb er ein Leben lang.
Kortner erlebte alles: seinen erfolgreichen Einstieg in die Theaterwelt, eine Karriere mit Ecken und Kanten zwischen Gradwanderungen höchster Popularität und Verfemung, den Ruhm, den Rausch, den persönlichen Fall, Exil und Rückkehr. Doch unbesiegbarer Optimismus und Hoffnung führten Kortner immer wieder auf die Bühne zurück, er wollte spielen und inszenieren.
Fritz Kortner war ein Künstler, dem es gelungen ist, mit den Höhepunkten seines Wirkens Schaltstellen zwischen Theater und Geschichte zu fixieren.
Aufgrund einer weiteren Begabung, die des Schreibens und Erzählens, gibt Kortner einen persönlichen Einblick in die Theatergeschichte.
»Dem Berliner Alexander Verlag kommt das Verdienst zu, Kortners dritte Begabung wieder zugänglich zu machen, die des Schriftstellers. Dies sei ausdrücklich betont, um Mißverständnissen vorzubeugen. Denn bei Aller Tage Abend handelt es sich zwar um Erinnerungen, Kortner erweist sich aber bei seinen Memoiren (erstmals 1959 erschienen) als absolut fesselnder, scharfsinniger, aber auch stilistisch virtuoser Erzähler.« Die Weltwoche
»Eine brausende, eine fesselnde Lektüre, unermüdet aktuell.« Abendzeitung
»Die Schilderung seines Lebens, der Zeit und der Theaterarbeit ist eine der schönsten Autobiographien der Theatergeschichte dieses Jahrhunderts.« Taz
»Kortner erweist sich in diesen Schilderungen nicht als Memoirenschreiber üblicher Art, sondern als Schriftsteller, der seines Stils sicher ist.« Werner Helwiges
»Kortner bewahrte sich bis ins hohe Alter sein Talent zur Auflehnung und zum leidenschaftlichen Widerspruch, er hatte keinerlei Ambitionen, sich zu ›vollenden‹, er bemühte sich, ein Suchender zu bleiben und beim Inszenieren ein Regisseur, der immer wie zum ersten Mal bis auf den Grund des Kunstwerks sieht und alles wiederzugeben versucht, was er gesehen hat.« Klaus Völker im Nachwort
Bildlegende zur zweiten Auflage
Der Vorsatz zeigt folgende Bilder von links nach rechts:
I. Reihe:
1. Fritz Kortner, 1910
2. Fritz Kortner in Der rote General v. Carl Ballhaus, 1928
3. Fritz Kortner und Maria Wimmer in Der Vater v. Strindberg, 1949
4. Fritz Kortner in Die Macht der Finsternis v. Tolstoi, Wien 1917
II. Reihe:
5. Gerda Mueller und Fritz Kortner in Lulu v. Wedekind, 1926
6. Der 15-jaehrige Fritz Kortner, 1907
7. Fritz Kortner als Herodes in Herodes und Marianne v. Hebbel, Muenchen 1952
8. Fritz Kortner, Hamburg 1918
III. Reihe:
9. Fritz Kortner als Philipp II. in Don Carlos v. Schiller, 1929
10. Fritz Kortner und Eleonore von Mendelssohn in Der rote General v. Carl Ballhaus, 1928
11. Fritz Kortner - Probebuehne im Schillertheater, 1959
12. Fritz Kortner und Ernst Stahl-Nachbaur in Professor Bernhardi v. Schnitzler, 1930
Der Nachsatz zeigt folgende Bilder von links nach rechts:
I. Reihe:
13. Fritz Kortner als Shylock in Der Kaufmann von Venedig v. Shakespeare, 1968
14. Johanna Hofer und Fritz Kortner, 1960
15. Fritz Kortner in Prof. Bernhardi v. Schnitzler, 1930
16. Fritz Kortner als Caliban in Der Sturm v. Shakespeare, 1921
II. Reihe:
17. Cecile Aubry und Fritz Kortner in Blaubart, 1951
18. Fritz Kortner, 1954
19. Fritz Kortner als Rappelkopf in Der Alpenkoenig und der Menschenfeind v. Raimund, Duesseldorf 1952
20. Erika Pluhar und Fritz Kortner
III. Reihe:
21. Fritz Kortner als Franz Moor in Die Raeuber v. Schiller, Wien 1916
22. Maria Wimmer und Fritz Kortner in Herodes und Marianne v. Hebbel, Muenchen 1952
23. Fritz Kortner, 1956
24. Fritz Kortner als Loman in Tod des Handlungsreisenden v. Arthur Miller, Berlin 1950
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