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Carrière, Jean-Claude

Die Ferien des Monsieur Hulot
Roman nach dem Film von Jacques Tati

179 Seiten
Alexander Verlag
ISBN: 978-3-89581-092-3

9.90 €



mehr zu Jean-Claude Carrière (Autor)
mehr zu Jacques Tati
TextDie Ferien des Monsieur Hulot

Das Buch handelt von den Ferien des Monsieur Hulot in einem Badeort. Die Hotelgäste sind fest entschlossen, in den wenigen Wochen mit einer ähnlichen Verbissenheit Urlaub zu machen, wie sie sonst ihr Alltagsleben bestimmt. Ein lautes, knallendes Automobil führt Hulot in die Szenerie ein. Seine unbeschreibliche Art verunsichert die Gäste und mit seinem komischen Auftreten - dem zu kurzen Trenchcoat, Sporthütchen, der Pfeife, den zu kurzen Hosen und Ringelsocken und seiner federnden, nach vorn geneigten Art zu laufen - stürzt er das kleine Hotel ins Chaos.



Monsieur Hulot ist - wie Chaplins Tramp, Tatis Erfindung einer Kultfigur: ein träumerischen Trottel mit Regenmantel, Pfeife und viel zu kurzer Hose. Er ist kein Grimassenschneider, keiner, der sich bemüht, ständig lustig zu ein: Hulot ist das Opfer des Alltäglichen. Er eckt an, weil er nicht maßstabgerecht in seine Umwelt paßt, weil seine Maße nicht ganz stimmen, seine Bewegungen asynchron laufen. Mit Monsieur Hulot führte Tati eine stille, leise Komik ein, die die Menschen und ihre Eigenheiten zwar entlarvte, aber niemals bloßstellte.


"Sommerfrische mit Stil und Witz: Der Roman nach dem Film von Jacques Tati ersetzt sogar den Tag am Meer."
BÜCHER, 1/2004

»Ich bin ein wenig Don Quichotte, der mit Humor gegen die Windmühlen anrennt. Die Windmühlen, das sind die Rotlichter, Grünlichter, Pfeile, Spuren, Über- und Unterführungen (…). Es herrscht totale Konfusion.«
Jacques Tati

Jacques Tati (1908-1982), wächst als Sohn des russischen Bilderrahmers Tatischeff in Paris auf. Er lernt den Beruf des Vaters und ist ein hervorragender Sportler. Er ist aber auch ein brillanter Beobachter und Imitator; das schließlich bringt ihn zu seinem Beruf. Als Jacques Tati im Alter von 75 Jahren stirbt, hinterläßt er nur fünf Kinofilme und einen Fersehfilm, und doch ist dieser sanfte, melancholisch heitere Beschützer der bedrohten Idyllen einer der ganz Großen der Filmgeschichte. Tatis Themen waren immer am Puls der Zeit und behandelten den Kampf des Menschen gegen die Maschine, den Kampf der Alten gegen die Neue Welt und des Mißerfolges gegen den Erfolg.


Der Autor Jean-Claude Carière, geb. 1931, verfaßte mehr als 60 Drehbücher, die u. a. von Luis Bunuel, Jean-Luc Godard, Milos Forman, Peter Brook und Volker Schlöndorff verfilmt wurden.


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