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Willeford, Charles

Miami Blues
Der erste Hoke-Moseley-Fall

268 Seiten
Alexander Verlag Berlin
Broschur
ISBN: 978-3-89581-077-0

9.90 €



mehr zu Charles Willeford (Autor)

»Ich bin nicht Neo-Noir. Ich fühle mich näher bei der modernen Kriminalliteratur, noch näher bei Charles Willeford.« Quentin Tarantino

Frederick J. Frenger jun., gerade aus dem Knast entlassen, fliegt in Miami ein. Dort befördert er einen Hare Krishna ins Jenseits und lernt dessen Schwester Susan kennen, mit der er eine platonische Ehe der besonderen Art führt. Hoke Moseley vom Miami Police Department ist diese Beziehung und vor allem Freddy selbst nicht ganz geheuer. Es kommt zu einem Showdown zwischen dem unbekümmerten Psychopathen und dem hartnäckigen Cop.

Miami Blues ist der erste Band einer in Miami angesiedelten vierteiligen Serie mit Detective Sergeant Hoke Moseley, einem Cop aus Miami "mit schlecht sitzendem Gebiß, billigen Freizeitanzügen, abgenudelter Kreditkarte und allzu freidenkerischen Auffassungen seines Berufs".


Miami Blues ist nach zwei Auflagen im Alexander Verlag Berlin als Lizenzausgabe in der Krimi-Bibliothek der Süddeutschen Zeitung erschienen.

Der Bestseller Miami Blues wurde 1990 von George Armitage verfilmt - mit Alec Baldwin, Fred Ward, Jennifer Jason Leigh, Nora Dunn, Charles Napier, Buddy Joe Hooker, José Perez, Georgie Cranford, Edward Saxon, Obba Babatunde u.a.

Hier der Trailer und noch ein Ausschnitt


PRESSESTIMMEN

»In Miami Blues, dem ersten Roman der Serie - unter demselben Titel so exzellent wie erfolgreich verfilmt -, treten die Mischfiguren vieler früherer Werke klar in zwei Charaktere auseinander: den Sympathieträger Moseley auf der einen, den Psychopathen Freddy J. Frenger Jr. auf der anderen Seite. Der Roman beginnt, absurd genug, damit, dass Frenger bei seiner Ankunft in Miami (er kommt gerade aus dem Knast) einem lästigen Hare Krishna aus purer Bosheit den Finger bricht; der stirbt sogleich am Schock. (...) Der Rest des Buches ist ein so groteskes wie gewalttätiges Katz-und-Maus-Spiel zwischen Moseley und Frenger, das Moseley zu seinem, zu Willefords und zu unserem Glück gerade so überlebt. Willeford schrieb drei wunderbare, so kluge wie herzzerreißend komische Fortsetzungen von Miami Blues. Alle vier Bände, ohne jede Frage ziemlich einsame Höhepunkte der Kriminalliteratur.«
Ekkehard Knörer, perlentaucher.de

»Der amerikanische Kriminalroman ist ein Roman über die Stadt, vielleicht noch bevor er ein Roman über das Verbrechen ist, da die Stadt selbst das Kriminelle ihrer Gesellschaft darstellt. (...) Charles Willefords Krimis erzählen in den schillerndsten Farben vom düsteren Miami. (...) Miami ist bei Willeford nur mehr triste Hülle des Alltags, ist vom Profit bestimmt und von Korruption gesättigt. So stellt sich die Totalität einer Gesellschaft her, in der das Kriminelle nicht mehr Fremdkörper, sondern allgegenwärtig ist. Das Kriminelle ist alltäglich und das Alltägliche kriminell. Dieses Miami ist das Symbol einer brüchigen Realität, ironischer Kontraste und eines großen Gefühls von Verlust und Betrogensein, der tropische Schauplatz eines kollektiven Exils in der Welt. Es ist die Stadt Amerikas, in der das Image immer über die Fakten siegt, die einzige Stadt der Welt, "wo man beim Frühstück eine Lüge erzählen kann, die am Abend Wahrheit geworden ist".«
Egbert Hörmann, Frankfurter Rundschau (2007)





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