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Cott, Jonathan
NAHAUFNAHME: Glenn Gould
Telefongespräche mit Jonathan Cott
200 Seiten Alexander Verlag Berlin Broschur. zahlreiche s/w Abb. Mit einer Einleitung von Jonathan Cott ISBN: 978-3-89581-180-7
9.90 €

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Anlässlich des diesjährigen 75. Geburtstages und 25. Todestages von Glenn Gould erscheinen die TELEFONGESPRÄCHE MIT GLENN GOULD in einer leicht veränderten Neuausgabe in unserer Reihe NAHAUFNAHME.
Das Buch besteht aus mehreren Telefongesprächen, die der Journalist Jonathan Cott mit dem eigenwilligen Pianisten 1974 für die Zeitschrift ROLLING STONE führte.
„Cott erweist sich als geschickter Interviewer, der über musikalisch abstrakte Fragen sich behutsam der Person Gould nähert und schliesslich auch sein Mitsingen, seine ungewöhnliche Sitzhaltung, seine Angstträume und vieles mehr zur Sprache bringt.“ Fono Forum
Der kanadische Pianist Glenn Gould gilt als eine der aussergewöhnlichsten Persönlichkeiten der klassischen Musikwelt. Bereits als Kind erhält er Klavierunterricht, mit 14 Jahren gewinnt er einen Wettbewerb und wird 1956 mit seiner ersten Einspielung der Goldberg-Variationen berühmt. Er setzte seine Zuhörer, Kritiker und Berufskollegen immer wieder in Erstaunen, wurde aber auch heftig angegriffen, zum einen wegen seiner irritierenden, aber zugleich offenbarenden Interpretationen, zum anderen wegen seiner Manieriertheiten und seiner exzentrischen Lebensweise.
1964 zog er sich vom Podium zurück, war aber weiterhin sehr produktiv: er spielte zahlreiche Schallplatten ein, komponierte, produzierte Radiosendungen und schrieb brillante und provokative Vorträge, Kritiken und Selbstinterviews.
Sein bevorzugtes Kommunikationsmittel war das Telefon; er telefonierte leidenschaftlich gern und hielt in meist stundenlangen Gesprächen den Kontakt mit Freunden und Interviewpartnern.
»Wer diese Seiten gelesen hat, begreift, daß das Exzentrische an Gould vor allem daran liegt, daß er sich selbst genug war. Daß er sich nicht scherte um Werktreue, um Bach und Mozart und Beethoven, sondern um seinen Bach, seinen Mozart. Sein Tempo, seine Akzente.« taz
»Darüber hinaus läßt es Goulds Denkbewegungen, seine Fabulierkunst, den Anekdotenreichtum und die Pointensicherheit, wie auch die stets nur sich selbst verpflichtenden Urteile und Haltungen gegenwärtig werden.« Der Tagesspiegel
„Er war ein faszinierender, frei und genial selbstaendig, ja eigenwillig der Musik zugewandter Kuenstler. Wer je dem mitreissenden Glanz seines Wesens erlag, wird ihn kaum je vergessen und dem Mittelmass gegenueber schrecklich unduldsam sein.“
Joachim Kaiser in „Große Pianisten unserer Zeit“ Piper
»Handlich, informativ, illustriert und dazu noch hübsch – die neue Reihe NAHAUFNAHME macht Lust auf mehr.« Tages-Anzeiger
In der Reihe NAHAUFNAHME geben Künster in persönlichen Gesprächen Auskunft über ihre Arbeit und ihr Leben. Jeder Band enthält ein ausführliches Werkverzeichnis.
Mehr Bücher der Reihe finden Sie hier:
www.nahaufnahme.eu
Hören Sie hier das Rundfunk-Feature »Man ist ja selbst die Ursache allen Übels« von Georg Waßmuth (SWR2): web.mac.com/geowas/iWeb/georgwassmuth.de/Radio/6BC5D5D9-4339-47F1-A7A9-3BA2BF80901B.html
Thomas Bernhard und Glenn Gould – Der Schriftsteller und der Pianist. Beide sind rigorose Übertreibungskünstler gewesen. Der eine schreckte vor keinem literarischen Tabubruch zurück, der andere zog sich schon in jungen Jahren aus dem öffentlichen Konzertleben in die Einsamkeit der Aufnahmestudios zurück. Ihre Lebenswege endeten früh, Glenn Gould starb bereits mit 50 Jahren an körperlicher Erschöpfung, Thomas Bernhard an Herzversagen im Alter von 58 Jahren. In seinem Roman »Der Untergeher« hat sich Thomas Bernhard dem Pianisten Glenn Gould genähert.
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