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Lothar Trolle

© Foto: R. Schendel

Lothar Trolle

»Weil mich das Theater interessiert, kann ich es eigentlich immer nur in Frage stellen.« Lothar Trolle

Lothar Trolle, geboren 1944 in Brücken bei Sangershausen (Harz) ist ein deutscher Dramatiker, Lyriker, Hörspielautor, Erzähler und Übersetzer.
Nach seinem Abitur und einer Ausbildung als Handelskaufmann studierte Trolle bis 1970 an der Humboldt-Universität zu Berlin und lebt seitden als freischaffender Autor: er schreibt Theaterstücke, Hörspiele, Prosa, Lyrik sowie Übersetzungen (u.a. von Charms und Euripides).
Von 1983 bis 1987 war er Mitherausgeber der ersten inoffiziellen literarischen Untergrundzeitung MIKADO. Anfang der 80er Jahre gehörte Lothar Trolle wie Heiner Müller, Hein, Braun und Kerndl zu den Dramatikern, die in der DDR wenig oder gar nicht gespielt wurden. Erst Ende der 80er Jahre begann eine Inszenierungswelle von seinen Stücken auf größeren Bühnen in Chemnitz, Frankfurt / Oder und Berlin, so daß seine Werke von einer größeren Öffentlichkeit wahrgenommen wurden.
1991 wurde Trolle Hausautor am Schauspiel Frankfurt, 1992 inszenierte Frank Castorf sein zwei Jahre zuvor entstandenes Stück Hermes in der Stadt am Deutschen Theater Berlin. Von 1994 bis 1999 war Lothar Trolle Hausautor am Berliner Ensemble. 1978 und 1991 wurde ihm der Hörspielpreis von Terre des Hommes, 1998 der Hörerpreis der Akademie der Künste verliehen und 2007 wurde er der 26. Stadtschreiber zu Rheinsberg.

de.wikipedia.org/wiki/Lothar_Trolle