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Heiner Müller

© Foto: Cornelius Groenewold

Heiner Müller

Heiner Müller wurde 1929 in Eppendorf/Sachsen geboren. 1951 siedelt er nach Ost-Berlin über, wo er anfangs für die Zeitschriften Sonntag und Neue Deutsche Literatur Rezensionen schrieb.

Fast zehn Jahre lang war er ausschließlich Lyriker, ehe er Ende der 50er Jahre erstmals als Dramatiker hervortrat. Während zunächst im Vordergrund seiner von Brecht stark beeinflußten Arbeit zeitkritische, die DDR betreffende Stücke standen, befaßte er sich später vorwiegend mit aktualisierenden Neufassungen traditioneller, häufig antiker Stoffe, Mythen und Motive.
Von 1970 bis 1976 war Müller Dramaturg am Berliner Ensemble, anschließend bis 1982 an der Berliner Volksbühne; 1992 wurde er Direktionsmitglied des Berliner Ensembles, wo er 1995 auch die künstlerische Leitung übernahm.

Heiner Müller zählt zu den wichtigsten deutschsprachigen Dramatiker der zweiten Hälfte des 20. Jahrhunderts, trotzdem blieb das Gedicht bis zum letzten Lebensjahrzehnt die deutlich dominierende Form seiner schriftstellerischen Arbeit. Von der kurzen Form bis zum erzählenden Langgedicht, von der Verschmelzung antiker Themen mit den Gegenwartsproblemen bis hin zum Selbstportrait zeichnen sich die Gedichte Heiner Müllers durch poetische Vielfalt aus und sind Kern seines Lebenswerkes.

Nach dem Tod Müllers am 30. Dezember 1995 lasen Schauspieler aller Berliner Theater eine Woche lang non-stop Texte des Autors: »Dies kann man eigentlich nicht einen Abschied nennen, sondern das ist eine schöne Form des Kennenlernens.« (Alexander Kluge)


Weitere Informationen über Heiner Müller finden Sie u.a. unter:

www.heinermueller.de

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