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Jerzy Grotowski

Jerzy Grotowski

Jerzy Grotowski (1933–1999) war ein polnischer Theaterregisseur und -theoretiker.
Nach einem Schauspielstudium in Kraków ging er nach Moskau, wo er die sich mit den russischen Avantgardisten, Stanislawskis Schauspielmethode, Meyerholds Biomechanik und Wachtangows Synthese beschäftigte sowie mit den Ideen Bertolt Brecht und Artauds. Bei einer Reise nach Asien lernte er zudem die Peking-Oper, das Nô-Theater und das indische Kathakali kennen. Von 1956–1960 studierte er in Kraków Regie und schloß das Studium mit dem Regie-Diplom ab.
Grotowski wurde weltweit bekannt durch seine Trainings- und Inszenierungsarbeit am 1959 in Opole gegründeten Teatr 13 Rzędów (Theater der 13 Reihen) und dem 1965 bis 1984 in Wrocław arbeitenden Theaterlaboratorium (Teatr Laboratorium 13 Rzędów).
Grotowski fordert die hundertprozentige physische und psychische Hingabe des Schauspielers. Alles hat im und durch den Körper seinen Ursprung: der Schauspieler muß mit dem Körper denken, reagieren und agieren. Mit seinen Arbeitsmethoden für ein Armes Theater (arm an Ausstattung und Dekor) wollte Grotowski auf die Urgrund der Schauspielkunst zurückkommen.
Seit 1986 lebte und arbeitete er in Pontedera, Italien, wo er das Centro per la Sperimentazione e la Ricerca Teatrale leitete.
Am 14. Januar 1999 starb Grotowski im Alter von 65 Jahren in Italien.

de.wikipedia.org/wiki/Jerzy_Grotowski