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Frank Castorf

Frank Castorf

Frank Castorf, geboren 1951 in Ost-Berlin, ist ein deutscher Regisseur und Intendant der Berliner Volksbühne am Rosa-Luxemburg-Platz.
Von 1971–1976 studierte er Theaterwissenschaft an der Berliner Humboldt-Universität und begann seine Laufbahn 1976 als Dramaturg am Bergarbeitertheater Senftenberg. 1982 wechselte er als Oberspielleiter an das Theater Anklam. Hier entstanden mit Bühnenbildner Hartmut Meyer und einer festen Gruppe von Schauspielern, darunter Henry Hübchen und Silvia Rieger, entstanden hier verschiedene Produktionen von Werken Ibsens, Shakespeares, Brechts und Heiner Müllers. Ab 1986 folgten Inszenierungen an verschiedenen Theatern der DDR, seit 1989 dann auch in der Bundesrepublik Deutschland.
Von 1990 bis 1992 war Frank Castorf als Hausregisseur am Deutschen Theater Berlin engagiert, wo er u.a. die Uraufführung von Lothar Trolles Hermes in der Stadt inszenierte. Mit Beginn der Spielzeit 1992/93 übernahm er die Intendanz der Volksbühne am Rosa-Luxemburg-Platz Berlin, wo er u.a. Inszenierungen nach großen Romanen (etwa Dostojewskijs Dämone, Erniedrigte und Beleidigte, Der Idiot oder Buldgakows Der Meister und Margarita) auf die Bühne brachte.

1994 wurde er mit dem Fritz-Kortner-Preis ausgezeichnet. Im Jahr 2000 erhielt er gemeinsam mit dem Schauspieler Henry Hübchen den Theaterpreis Berlin der Stiftung Preußische Seehandlung und eine Nominierung für den Nestroy-Theaterpreis, 2002 den Schillerpreis der Stadt Mannheim. 2003 wurde er mit dem Preis des Internationalen Theaterinstituts (ITI) und dem Friedrich-Luft-Preis der Berliner Morgenpost ausgezeichnet. Die Zeitschrift Theater heute wählte Castorf in den Jahren 2002 und 2003 zum »Regisseur des Jahres«.

www.volksbuehne-berlin.de
de.wikipedia.org/wiki/Frank_Castorf
www.imdb.com/name/nm0145408/