»Gottes verlassene Stadt, das Hohe Lied sinnvoller Korruption, gehört zu den Büchern, die man eigentlich gelesen haben muss, um an dem Wahnsinn unserer Zeit wenigstens ein lakonisch-witziges Vergnügen zu finden.«
Thomas Wörtche, Titel-Magazin
»Ross Thomas ist schlicht und ergreifend immer noch der beste Thriller-Autor aller Zeiten. Leider hat das in Deutschland nur eine kleine Minderheit von Lesern erkannt. Während seine Kollegen Weltpolitik beschrieben haben, arbeitete sich Thomas - wie auch in diesem Roman - gerne an den Abgründen der Lokalpolitik ab. Dass der Alexander Verlag Thomas wieder entdeckt, kann man ihm gar nicht hoch genug anrechnen. Meisterwerk.« Lutz Göllner, zitty Berlin (2006)
»Nie dürfen wir ganz auf das vertrauen, was wir uns zusammenreimen, weil die gewieften Figuren mit teils verdeckten, teils im Ärmel gehaltenen Karten spielen. Das ist unterhaltsam und oft gallig komisch, aber nicht heiter. Thomas erzählt nicht von Gaunern und Ehrlichen, sondern von einem Amerika, in dem Gaunerei, Lüge und Schiebung die soziale Norm geworden sind, in dem die Intrige das Land vom Kneipenhinterzimmer übers Rathaus bis hin in die Parlamente verkommen lässt.”
Thomas Klingenmaier, Stuttgarter Zeitung (2006)
»Mit geradezu maßloser Nonchalance entwirft Thomas den Raum, den Plot, die Zeit entlang einer Dramaturgie des Nach und Nach, die über schlichtes Erzeugen an Spannung längst hinaus ist. Man vertraut sich dem Raum, dem Plot, der Zeit, der Bewegung des Erzählens an und genießt die Souveränität, die ein Streuen von Informationen ist, ein Nachholen und Andeuten. (...) Und es gibt an diesem gottverlassenen Ort, eine Art Happy End. Einem gottverlassenen Ort, dessen unbeobachteter Beobachter Ross Thomas ist, der erfindet, als erfände er nicht, der liebt, als liebte er nicht, der schaltet und waltet in Raum und Zeit mit weltenschöpfender Lässigkeit.« Ekkehard Knörer, crime-corner.de
»Es ist einer der besten Thomas-Romane, in dem man alles findet, was seine enormen handwerklichen Fähigkeiten ausmacht ... Stilsicherheit, Präzision, Lakonie und nicht zuletzt Witz... es gibt wenige, die so präzise schreiben wie Thomas ... Gottes vergessene Stadt ist so verwinkelt und so überraschend, dass es bis zur letzten Seite fesselt und immer spannender wird.«
MDR FIGARO (12/06)