Sachser, DietmarTheaterspielflowÜber die Freude als Basis schöpferischen Theaterschaffens492 Seiten, Abb. 13 2009 Broschur ISBN 978-3-89581-213-2 39,90 € |
Was soll der Schauspieler empfinden – Nähe oder Distanz zur verkörperten Figur?
Schauspieler(innen) wie Fritzi Haberlandt, Simon McBurney, Peter Kurth und Yoshi Oida antworten auf diese Streitfrage und beschreiben hier erstmals einen für die Schauspielpraxis fundamentalen Zustand tiefer, freudvoller Erregung, der sich in herausfordernden theatralen Gestaltungsprozessen einstellen kann. Diese Äußerungen werden in Beziehung zu den unterschiedlichsten künstlerischen und psychologischen Theorien gesetzt, u. a. werden die gegensätzlichen Konzepte Konstantin Stanislawskis und Jacques Lecoqs untersucht. Was sich hinter Theaterspielflow exakt verbirgt, wie er entstehen und initiiert werden kann und warum er so bedeutsam für jede Art von Theaterarbeit ist, illustrieren die zahlreichen Praxisbezüge. »Wir sind alle schon irgendwie so Flow-Junkies. Man wird abhängig davon. Man will es. Man will dahin. Man braucht es.« Peter Kurth »Die Freude selbst bleibt geheimnisvoll und kann niemals künstlich hergestellt werden. Man kann nicht sagen, daß sie im Kopf stattfindet oder in der Brust, wie man es bei Schmerzen sagen kann. Sie ist viel geheimnisvoller. Aber gerade weil sie das ist, gibt es auch geheimnisvolle Wege, über die man sie erreichen kann.« Simon McBurney »Das ist eine Form von Rausch, die einen glücklich macht. Eine wichtige Erfahrung. Deswegen mach’ ich ja den ganzen Kram. Deswegen mache ich das jeden Tag, stelle ich mich diesen ganzen Aufgaben, weil es ab und an so Momente gibt, wo es stimmt. Da ist es sinnvoll, was ich tue...« Fritzi Haberlandt |