Titel

*vor
Was wäre, wenn?

Bernays, Anne

Painter, Pamela

Was wäre, wenn?

Schreibübungen für Schriftsteller

What if? Writing Exercises For Fiction Writers. Aus dem Amerikanischen von Klaus-Dieter Schmidt

224 Seiten
2. Auflage
2003
Broschur
ISBN 978-3-89581-082-4
24,99 €
Print on Demand

WHAT IF? ist das erste Handbuch zum Thema Schreiben, das auf einer praktischen Überzeugung beruht: Die wirkungsvollste und provokativste Methode, die Kunst des Schreibens zu erlernen, liegt darin, spezielle Übungen zu meistern. Alle fünfundsiebzig Übungen für Anfänger und Fortgeschrittene bestehen aus einer knapp formulierten Aufgabe, dem damit verbundenen Ziel sowie zahlreichen Lösungsbeispielen aus der Weltliteratur und von Studentinnen und Studenten der beiden Autorinnen.

Die Autorinnen greifen in ihrem Handbuch ganz konkrete Situationen heraus: Wie fängt eine Geschichte an, wie endet sie? Wann verwendet man direkte, wann indirekte Rede? Wie verwandele ich tatsächliche Ereignisse in Fiktion? Wie finde ich eine Sprache, die sowohl Melodie als auch präzisen Ausdruck hat? Welche Sinne werden beim Leser angesprochen? Jede Übung isoliert ein bestimmtes Element von erzählender Literatur, wie Dialog, Charakterisierung, Subtext usw. Manchmal sollen beim Schreiben zwei Seiten nicht überschritten werden, um den Übenden dazu zu bringen, klar, knapp und direkt zu sein, Weitschweifigkeit zu vermeiden und nicht vom Thema abzukommen. Dieses Buch ist für Anfänger wie für Fortgeschrittene konzipiert, und auf viele Passagen wird man immer wieder zurückkommen. Die Übungen, die kombiniert und abgeändert werden können, und die ausgewählten Textbeispiele bilden einen unerschöpfbaren Quell von Stoffen und Methoden.

 

»Kann man wirklich lehren, wie man schreibt?« Diese Frage wird öfter als jede andere gestellt. Sie geht davon aus, daß die Fähigkeit, gut zu schreiben, eine göttliche Gabe ist – entweder man hat sie, oder man hat sie nicht und keine Ausbildung wird daran etwas ändern. Die Frage sollte anders formuliert werden: »Kann man den Prozeß der Entstehung und Niederschrift einer Erzählung wirklich entmystifizieren?« Obwohl ich offen zugebe, daß ich keine Ahnung habe, worin die Urquelle der Inspiration besteht, bin ich fest davon überzeugt, daß man, indem man den Schreibprozeß in seine kleinsten – und handhabbarsten – Bestandteile zerlegt, lernen kann, wie man eine einzelne Erzählung und sogar einen Roman schreibt. Das mindeste ist, daß einem durch diesen Prozeß geschriebene Prosa vertrauter sein wird und man das Gefühl genießt, genau das zu sagen, was man sagen will, und zwar so, wie man es sagen will.«