Titel

*vor
Wie man ein Arschloch wird

Hegemann, Carl

Albers, Irene

Binswanger, Hans Christoph

Castorf, Frank

Groys, Boris

Kaiser, Sebastian

Schönthaler, Philipp

Wie man ein Arschloch wird

Kapitalismus und Kolonisierung

160 Seiten
14,0 x 12,0 cm
13 farbige Abbildungen
2017
Broschur
ISBN 978-3-89581-450-1
12,90 €

Anläßlich der  letzten grossen Premiere Frank Castorfs an der Volksbühne am Rosa-Luxemburg-Platz erscheint dieser "Crashkurs in faustischem Denken, das nach 200 Jahren vielleicht gerade an sein Ende kommt."

 

Ich verwünsche alles, was diesem Publikum irgend an mir gefällt. Ja, wenn ich es noch irgend dahin bringen könnte, dass ich eine Werk verfasste, dass die Deutschen mich noch 50 oder 100 Jahre hintereinander recht gründlich verwünschten und aller Orten und Enden mir nichts als Übles nachsagten – das sollte mich außer Maßen ergötzen.
Johann Wolfgang von Goethe, 21. Juni 1818


Warum soll man so ein Werk wie Faust überhaupt auf die Bühne bringen? Zunächst einmal, weil man mit dem Faust machen kann, was man will. Bei Goethe findet sich für jede Interpretation eine Begründung. Und während er dem ersten Teil noch eine klare Form gibt, schreibt er im zweiten einfach, was ihm Spaß macht. Das Wort Fragment habe ich nirgends so oft gelesen, wie bei Goethe. Er macht die Türen auf zur Welt und saugt alles auf, was um ihn herum passiert. Kurz vor seinem Tod sagt er: „Mein Werk ist das eines Kollektivwesens, und es trägt den Namen Goethe.“
Frank Castorf, 12. Dezember 2016

 

Herausgegeben von Carl Hegemann.

 

Mit Texten von Irene Albers, Daniel Binswanger, Hans Christoph Binswanger, Frank Castorf, Boris Groys, Carl Hegemann, Sebastian Kaiser, Leonard Neumann und Philipp Schönthaler.

 

Aus dem Inhalt:
- Mit welcher Freude, welchem Nutzen wirst du den Cursum durchschmarutzen?
- „Tumult, Gewalt und Unsinn“
- Ambivalenzen des Antikolonialismus
- Die Dynamik der Kolonisierung
- Das Faustische ist das Vergängliche
und eine Fotostrecke von LSD