»Das nur 110 Seiten kurze Buch ist polemisch, radikal und unorthodox, was die Lektüre wunderbar unanalytisch und niemals zu trocken werden lässt. (...) Was bleibt übrig, wenn man alles Schmückende, alles Erklärende und das bewusst Bedeutungsschwangere in den Worten und Bildern wegnimmt? Es ist die pure Geschichte. Wie man zu dieser Essenz kommt (egal ob beim Schreiben oder beim Inszenieren), das ist der Inhalt dieses Buches. Und letztlich ist es eine Reflexion darüber, was filmisches Erzählen überhaupt bedeutet. Die Dialogform, in der das Buch geschrieben ist, ist übrigens eine gute Wahl. Denn man fängt beim Lesen unweigerlich an mitzudenken und Mamets Fragen selbst zu beantworten. Der Lerneffekt stellt sich hier auch ohne „Worksheets" und Aufgabenstellungen an den Leser ein, nämlich indem man einfach nur im ‚Seminarraum' sitzt und David Mamet zuhört.« Ines Häufler, Filmdramaturgin (VeDRA)
»Ein erstaunliches Werk: Kühn schlägt es Bögen von Aristoteles und Ödipus zu Disneys Elefantenbaby Dumbo, beruft sich als Kronzeugen seiner Montagetheorie vor allem auf Hitchcock und Eisenstein und zeigt den berechnenden Erzählfallensteller Mamet als Beschwörer des Unbewußten, des Traum- und Märchenhaften. Mamet wirft mit scharfsinnigen, gern ins Paradoxe überspitzten Einsichten um sich und verbreitet heilsamen Schrecken. Was ist sein strengstes Erzählprinzip? Antwort: kein überflüssiges Wort, kein überflüssiges Bild. Oder anders gesagt: man muß dem Zuschauer möglichst viele Informationen vorenthalten.« Urs Jenny, Der Spiegel