»Keine Frage: Roland Barthes zetert und schwärmt, klagt und träumt nach bester Idealistenart. Das Thema fast sämtlicher Artikel, die erstmals auf deutsch vorliegen, ist das Theater als Fest und Erkenntnis, als Befreiung aus unverschuldeter Unmündigkeit.«
Süddeutsche Zeitung
»Barthes erweist sich in seinen Texten als Meister der kleinen Form. Der band eröffnet durch die Unterschiedlichkeit der Beiträge eine Reihe von Entdeckungen - über Barthes, das Theater und eine unerfüllte Sehnsucht, deren Aktualität nachdenklich macht.«
Neue Zürcher Zeitung
»Diese Publikation ist nicht weniger als eine kleine Sensation. Entstanden ist ein – für jeden an reflektierter Wahrnehmung und an der Formsemantik des Theaters Interessierten – faszinierendes Buch.«
tip
»Welch eine Klarheit! Welch eine distanzierte Betrachtungsweise! Vielleicht ist es ein unfreiwilliger Vorzug dieser Sammlung, daß die Texte zum Teil schon fast ein halbes Jahrhundert alt sind und sich nicht mehr einmischen in die distanzlose Aktualität. Was Barthes vorschwebte, war im Grunde ein Theater der Nachhaltigkeit, auch wenn dieser modische Begriff ihm fremd gewesen sein dürfte. Er verlangte den Schritt von der Zerstreuung zur Gewißheit. Und er war - deswegen verehrte er Brecht - der Fürsprecher eines Spektakulums, das die Welt nicht ausspart zugunsten des Privaten. Er verlangte Klarheit, nicht Attitüde. Und seinen zentralen Satz möchte man heute manchem Theatermacher ins Stammbuch schreiben: In jeder zivilisierten Kultur ist die Intelligenz die Grundvoraussetzung der Emotion«.
Theater Rundschau, (02/2003)
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