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Tagebuch einer Hospitantin

Tagebuch einer Hospitantin

Berlin, Volksbühne 1992/93

Mit einem Nachwort von Carl Hegemann

2015
136 Seiten. 39 Abb.. 13,5 x 19,0 cm. Broschur
ISBN 978-3-89581-355-9
12,90 €
Annika Krump kommt 1991 als 21-Jährige aus ihrer Heimatstadt Trier nach Berlin. Nicht nur die Stadt steckt im Aufbruch. Ost und West treffen aufeinander; eine neue Kunst- und Kulturszene lotet Grenzen aus und erschließt ungeahnte Nischen und Freiräume. Die junge Literaturstudentin gerät als Regiehospitantin mitten in den Tumult der bewegten Berliner Umbruchsjahre und der Volksbühne hinein, wo Frank Castorf, Christoph Schlingensief, Christoph Marthaler und Johann Kresnik mit ihren Inszenierungen die Welt ins Theater holen.
Krumps Tagebuchaufzeichnungen lassen die Stimmung der Stadt und das Theaterleben an der Volksbühne 1992/93 wieder lebendig werden.

»Wenn man in den Anfangsjahren an Castorfs Volksbühne etwas lernen konnte, dann war es das ›Leben im Selbstwiderspruch‹ oder die Fähigkeit, gleichzeitig in entgegengesetzte Richtungen zu streben: nicht nur am Erfolg, sondern auch am Scheitern zu arbeiten, oder in einem Atemzug Arbeit und Faulheit zu propagieren, Sparsamkeit und Verschwendung, Wahnsinn und Vernunft, Berechenbarkeit und Spontanität, Avantgarde und Populismus und sogar Demokratie und Diktatur ...
Spätestens nach zehn Jahren war die dort praktizierte Widerspruchskultur paradigmatisch für fast ganz Berlin.« Carl Hegemann
»Ziemlich witzig und immer interessant.« Sara Schausberger, falter

»Die Tagebuch-Aufzeichnungen von Annika Krump geben erhellenden Einblick hinter die Kulissen und zeigen, wie zufällig mitunter Legenden geboren werden.« Friedhelm Teicke, zitty

»Es ist viel geschrieben worden über die Volksbühnen-Anfangszeit unter Frank Castorf, oft legendenverhangen, vergangenheitsverklärend. Das schönste, ehrlichste, widerspruchsreichste Buch ist aber wahrscheinlich dieses Tagebuch einer Hospitantin, das Annika Krump jetzt der Öffentlichkeit überlassen hat.« Dirk Pilz, nachtkritik

»Der Leser wird nicht nur zum Kantinen- und Probenvoyeur, sondern bekommt auch einen auffrischenden Einblick in die eigenen Erinnerungen, so er denn welche an die Volksbühne und das Berlin der frühen 1990er- Jahre hat.« Ulrich Seidler, Berliner Zeitung

»Ein umwerfendes Buch, das einen auf das Schönste in die frühen Neunziger und die Volksbühnen-Anfänge zurückbeamt. Mein Lieblingstheaterbuch des Jahres!« Peter Laudenbach, tip

»Theatermenschen und Volksbühnen-Fans werden an dem mit Bildern gespickten Büchlein ihre Freude haben.« Margarete Affenzeller, Der Standard