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Der unsichtbare Film

Der unsichtbare Film

Essays über Kino und Film

Le film qu' on ne voit pas. Aus dem Französischen von Sibylle Brockhaus

2003
240 Seiten. Fadenheftung. Broschur
ISBN 978-3-89581-102-9
14,90 €

In einer Mischung aus Erinnerungen, Kritik, poetischen Betrachtungen und Anekdoten, entlarvt der renommierte (Drehbuch)Autor Jean-Claude Carrière die Tricks, Täuschungen und Klischees der modernen Filmemacher und erklärt, wie sich das Kino allmählich von literarischen Kunstgriffen – zugunsten medienspezifischer Filmtechniken – befreit hat. Durch den Vergleich mit anderen Medien zeigt er, daß das Kino eine eigene Sprache ist, die gelernt werden muß, um verstanden zu werden. Mit dem gleichen Witz seiner Drehbücher erinnert sich Carrière an die Arbeit mit Regisseuren wie Jacques Tati oder Luis Buñuel. Er kritisiert das Bilderrepertoire und die Montagetechnik der zeitgenössischen Filmregisseure, die seiner Ansicht nach den Zuschauer daran hindern, nachzudenken oder gar den Film zu sehen.

»Film ist auch, zwangsläufig, außerhalb des Films vorhanden, in unserem Alltag, in unserer Kleidung, Verhalten des einen und anderen. Weniger offensichtlich kommt er auch in den Gemälden, die wir betrachten, zum Vorschein, in den Büchern, die wir lesen. Unmöglich, nicht bei jeder Seite Filmbilder darüber zu legen. Ein unsichtbarer Film, zusammengesetzt aus Tausenden von Filmen, hat sich in unsere Wahrnehmung eingeschlichen. Eine neue Form, durch die wir die Welt sehen, hat von uns Besitz ergriffen – eine bewegliche und wahrscheinlich vergängliche Form. Phantom eines Augenblicks. Die Formen kommen und gehen. Sie werden weitergegeben, ohne das Wissen derer, die sie benutzen, sogar (oft) ohne das Wissen derer, die sie schaffen.«
Jean-Claude Carrière

»Das Buch ist vor allem eine ungemein entspannte aus großem Abstand geschriebene, anekdotenreiche und allgemeinverständliche Philosophie des Films und all seiner Elemente: seiner Bild-Sprache, seines Tempos und Zeitgefühls, des Charakters von Wirklichkeit oder Illusion im Kino. «
Jörg Becker, Deutschlandradio

»Seine Aufsätze gewinnen auch dadurch an Überzeugungskraft, dass Carrière an vielen Beispielen aus seiner Zusammenarbeit mit den größten europäischen Regisseuren, aber auch mit privaten Anekdoten über seinem Freund Louis Bunuel oder Janis Joplin seine Ausführungen illustriert.«
Cornelius Wüllenkemper, RADIO FRANCE INTERNATIONAL