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Theater ohne Fluchtpunkt / Theatre without Vanishing Points

Theater ohne Fluchtpunkt / Theatre without Vanishing Points

Das Erbe Adolphe Appias: Szenographie und Choreographie im zeitgenössischen Theater / The Legacy of Adolphe Appia: Scenography and Chorography in Contemporary Theatre

2010
300 Seiten. Fadenheftung. Broschur. Deutsch/Englisch
ISBN 978-3-89581-227-9
29,90 €

Das Erbe des Schweizer Theaterreformers Adolphe Appia beeinflusst bis heute zahlreiche Künstler. Appia verwarf die auf Fluchtpunkte hin ausgerichtete Kulissenbühne und deren perspektivischen Code zugunsten eines neuartigen Systems der ›szenischen Module‹. Eine wesentliche Neuerung dieser Experimente bestand darin, dass sie Raum und Bewegung – und damit Szenographie und Choreographie – als interdependent behandelten. Der Raum und die Körper der Akteure, im Wechselspiel mit Musik, Rhythmus sowie der damaligen technischen Innovation des elektrischen Lichts, wurden nun inszeniert als ›lebendige Kunst‹ und Ereignis.
 
Fast ein Jahrhundert später befragt der vorliegende Band Appias Erbe: In welcher Weise ist sein Vermächtnis weiterhin künstlerisch relevant? Welchen Stellenwert erhält es im Horizont neuer Medientechnologien sowie der derzeit interdisziplinär geführten Debatte um den Raum? Beiträge aus Theater- und Tanzwissenschaft, Musikwissenschaft, Bildwissenschaft, Architektur- und Medientheorie gehen diesen Fragen nach. Im Dialog mit den Theoretikern melden sich auch Künstler aus den Bereichen Tanz, Musik und Komposition, performative Installation, Mixed Media und Netzkunst zu Wort.

Mit Beiträgen von Richard C. Beacham, Gabriele Brandstetter, Barbara Gronau, Ulrike Grossarth, Ulrike Hass, Jörn Peter Hiekel, Sabine Huschka, Michael Magruder, Freddie Rokem, Gerald Siegmund, Manos Tsangaris, Elizabeth Waterhouse, Freya Vass-Rhee, Birgit Wiens und Annett Zinsmeister.

»In dem Band wird das "Erbe Appias" erstaunlich gut nachvollziehbar.« Bühnentechnische Rundschau

»Gerade mit Blick auf die Bildthematik soll nicht unerwähnt bleiben, dass er Band einen äußerst reichen und sorgfältig angeordneten Bildapparat aufweist.« Christina Schmidt, Theater der Zeit