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Gespräche mit Ingmar Bergman

Gespräche mit Ingmar Bergman

Conversation avec Bergman. Aus dem Französischen von Silvia Berutti-Ronelt

2002
117 Seiten. Broschur
ISBN 978-3-89581-071-8
vergriffen
4,90 €

»Wenn man Vertrauen in die eigenen Gefühle hat, wenn man an seine schöpferische Erfindungsgabe glaubt, muß man völlig inkonsequent sein. Doch das ist nicht alles. Man muß auch in der Lage sein, die Konsequenzen seiner Empfindungen zu tragen, und zwar immer.« Ingmar Bergman

Am 14., 15. und 16. März 1990 traf Ingmar Bergman die beiden Autoren in seinem Büro im Königlichen Theater in Stockholm, wo er sich nach seinem Rückzug vom Kino nun der Bühne widmete. Zeit seines Lebens sah sich Bergman ebenso dem Theater wie dem Film verpflichtet.

Aufgrund der Privatheit der Unterhaltung und des hohen intellektuellen Niveaus liegt mit diesen Interviews ein ganz besonderes Porträt von Bergman vor. Die insgesamt sechsstündigen Gespräche wurden wortgetreu wiedergegeben, was den Fluß und die Windungen dieser Gespräche sehr lebhaft verdeutlicht.

Ingmar Bergman, geboren 1918, schuf ein bedeutendes Werk der Filmgeschichte. Die hier vorliegenden Gespräche zeigen das Porträt eines Mannes, dessen Werk vollendet ist und nur von ihm spricht. Versöhnt mit sich selbst, zeigt er sich hier als Mann, der von seinem eigenen Werk, von seinen eigenen Dämonen befreit ist, die ihn so lange gequält haben, und der nun endlich die Stille genießen kann.

»Bergman legte alles in seine Filme hinein. Er ist voll und ganz drinnen. Er ist nackt drinnen, ein Zauberkünstler, der gleichzeitig die Illusion als erster aufdeckt, der gleichzeitig verwundbar und unnahbar ist, menschlich und unfaßbar. Sein Werk spricht nur von ihm, und das Porträt ist vollendet; es ist abgeschlossen, woran er oft mit einer Spur Zufriedenheit erinnert, als hinge das irgendwie mit seiner Souveränität zusammen. Dieser Theatermann hat seinen Abgang inszeniert, er hat sich nach der Krönung seines Schaffens zurückgezogen, einem fünfeinhalbstündigen Meisterwerk, das seine ganze Welt, ihr ganzes geheimes Räderwerk zum Ausdruck bringt, einem Film, der größer als das zeitgenössische Kino ist, der Vorurteile und Grenzen umstößt. Mit »Fanny und Alexander« verhilft er dem Traum, der Kindheit und der Freiheit zum Triumph.«

Aus dem Vorwort von Olivier Assayas und Stig Björkman