Theaterregisseur Peter Stein erstmals im O-Ton
Peter Stein hat mit dem herausragenden Ensemble der Berliner Schaubühne (Edith Clever, Bruno Ganz, Jutta Lampe, Otto Sander u. v. a.) das deutsche und internationale zeitgenössische Theater ab 1967 geprägt wie kaum ein anderer Regisseur.
In ausführlichen Gesprächen mit dem italienischen Schauspieler und Regisseur Gianluigi Fogacci blickt Stein, dem es zeitlebens widerstrebte, über sich selbst zu sprechen, auf sein Leben und seine Arbeit zurück: die Kindheit im Zweiten Weltkrieg, die Beziehung zum Vater und zur Generation des Nationalsozialismus, das Studium der Literatur und der Kunstgeschichte, um sich eine »innere Bibliothek« zu erschaffen, die 68er-Jahre in Deutschland, die Berliner Schaubühne – das Experiment eines kollektiven Theaters im Westberlin der Siebziger- und Achtzigerjahre –, die international gefeierten Inszenierungen, der Umzug nach Italien1987, die Arbeit bei den Salzburger Festspielen (1991–1997) und der Einstieg in die Welt der Oper.
Darüber hinaus spricht Peter Stein über sein Verhältnis zur Macht und zu den Institutionen, die griechischen Tragödien, Shakespeare und Tschechow sowie über das Theater als Vision von Kunst, Gesellschaft, Existenz.
»Ich will im Theater nicht das sehen, was ich auf der Straße sehen kann oder auf meinem PC, ich will etwas anderes sehen. Ich will, dass mir das Theater eine andere Perspektive zeigt.« Peter Stein

