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»Was ist ein Leben, wenn es nicht erzählt wird«

»Was ist ein Leben, wenn es nicht erzählt wird«

Eine Frau – ein Jahrhundert

Linien, Worte, Freundschaften. Mit Beiträgen von Wulf Herzogenrath, Renate Berger, Dominik Riedo und Katharina Becker

ersch. September 2022
320 Seiten. 200 Abb.. Fadenheftung. kunstlederbroschur in schuber
ISBN 978-3-89581-585-0
noch nicht erschienen
ca. 35,– €

»Schwerer ist es, das Gedächtnis der Namenlosen zu ehren als das der Berühmten.« Walter Benjamin

Wulf Herzogenrath zeichnet das Leben seiner Mutter Gertraudt Schaefer nach, das von der Jahrhundertwende, über den Ersten und Zweiten Weltkrieg, bis hin zur Teilung Deutschlands und der Wiedervereinigung reicht – Jahre der Katastrophen und des Aufbaus, der politischen und künstlerischen Umbrüche.

Schon als Heranwachsende kam Gertraudt Schaefer mit avantgardistischen Strömungen in Verbindung, die sich als Brennpunkte innovativer Persönlichkeiten und Institutionen
herausstellen sollten: Hellerau (Émile Jaques-Dalcroze), Hiddensee (Hiddenseer Künstlerinnenbund), Ober-Hambach (Odenwaldschule, Edith und Paul Geheeb), Berlin (Alice
Salomon, Erna Lenvai-Dircksen, der Lette-Verein), Dornach (Rudolf Steiner, Marie Steiner-von Sivers).

Der Band präsentiert erstmals eine Auswahl von Gertraudt Schaefers visuellen Arbeiten
(Zeichnungen, Illustrationen, buchbinderische Handwerkskunst) sowie Gedichte und
Geschichten, Tagebücher und Aufzeichnungen. Eine besondere Rolle nimmt die umfangreiche
Korrespondenz mit ihren Freunden und zahlreichen Verehrern ein. Neben enthusiastischen
Briefen des Dichters Walther Georg Hartmann und Liebesbriefen des New
Yorker Pelzhändlers Ernst Stein wird erstmals der Briefwechsel mit dem Bewunderer ihrer
Lyrik, Wolf von Niebelschütz, Autor des Romans Der blaue Kammerherr, betrachtet und
in Auszügen veröffentlicht.