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Kino unter Druck

Kino unter Druck

Filmkultur hinter dem Eisernen Vorhang

2021
160 Seiten. 39 Abb.. 12,5 x 19,5 cm. Broschur
ISBN 978-3-89581-548-5
16,90 €

Der Regisseur Dominik Graf und die Filmwissenschaftlerin Lisa Gotto widmen sich der Frage, wie Restriktionen und Regelungsdruck die Filmkultur beeinflussen. Der osteuropäische Film aus der Zeit des »Kalten Kriegs« spielt dabei eine herausragende Rolle. Im Fokus stehen ausgewählte Filme aus der ehemaligen CˇSSR sowie aus Ungarn und Polen, die aus Sicht der Autor*innen zu den schönsten und klügsten der Welt gehören. Warum ist es notwendig, diese Filme wiederzuentdecken? Wie konnten Filmemacher*innen wie Zbynek Brynych, Veˇra Chytilová, Judit Elek, Agnieszka Holland, Márta Mészáros, Andrzej Wajda oder Krzystof Zanussi unter Zensurbedingungen solche künstlerischen Höhen erreichen? Und wie lässt sich Film an den Grenzhütern der Regelungsbetriebe vorbeischleusen?

»Unser Kino war ein Versuch, mit dem Publikum über die Köpfe der Machthaber hinweg zu kommunizieren. Im Nachhinein mag dies absurd erscheinen, schließlich war der Produzent der kommunistische Staat. Trotzdem gelang diese Kommunikation, denn die Zensur jagt die Worte, aber das Kino spricht mit Bildern. Und Bilder verstand das Publikum zu deuten.« Andrzej Wajda

»Eine aufregende Textsammlung, die zu den beglückendsten Filmlektüren dieses Frühjahrs zählt.« Simon Hauck, Münchner Feuilleton

»Dieses Buch ist eine riesengroße wunderbare Provokation. Jeder, der mit Film etwas zu tun hat, sollte es lesen! Und zwar aus gleich mehreren Gründen. Man erfährt hier natürlich sehr vieles über das Kino Osteuropas im Kalten Krieg; man bekommt Lust, sich die alten Filme aus Polen, Ungarn und der Tschechoslowakei sofort wieder anzuschauen, oder endlich einmal überhaupt. Und die sowjetischen gleich dazu. Wichtiger aber, viel wichtiger ist die Pointe, die all das für das deutsche Kino hat. (…) Dieses Buch handelt ganz unhöflich zunächst einmal von der alltäglichen Zensur, die es bei uns gibt, und die der im Osteuropa des Kalten Kriegs kein bisschen nachsteht – es sei denn in der Hinsicht, dass die Filme, also die Zensur-Ergebnisse, bei uns viel schlechter sind.« Rüdiger Suchsland, artechock

»Die Anregungen, die dieses Büchlein vermittelt, gehen weit über das bloße Interesse an den vorgestellten Filmen hinaus. Sie stellen den hiesigen Status quo infrage, wollen mit Hilfe des „Alten“ zu neuen Horizonten aufbrechen. Was kann ein Buch mehr?« Ralf Schenk, Filmdienst

»Mit Dominik Graf und Lisa Gotto treffen sich zwei Menschen mit sehr unterschiedlichem Hintergrund auf einem gemeinsamen Terrain. Das gemeinsame Terrain ist ein konkreter, detailreicher, beobachtungsintensiver Enthusiasmus für die vorgestellten Filme.« Bert Rebhandl, FAZ

»Dieses Buch ist Erinnerungsarbeit, ein Versuch, Vergessenes und Verdrängtes zurückzuholen - fast ein halbes Jahrhundert Filmgeschichte des einst sozialistischen Osteuropa. (…) Die Filme sind liebevoll beschrieben, mit sachtem Enthusiasmus, Filme, die einst zum Kanon des modernen Kinos gehörten.« Fritz Göttler, SZ

»Die Texte sind wunderbar prägnant…Neben tollen Filmtipps und historischen Details lässt sich der Band auch als Spiegel des aktuellen deutschen Förderdschungels lesen.« Oliver Stangl, ray