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Roberto Ciulli – Der fremde Blick

Roberto Ciulli – Der fremde Blick

Texte, Gespräche, Material 1934–2019

ersch. Dezember 2019
1000 Seiten. Broschur. Mit zahlreichen Abbildungen und einem Bildessay von Knut W. Maron
ISBN 978-3-89581-491-4
noch nicht erschienen
ca. 25,– €

 

»Sie wollten einmal Philosoph werden ...«

»Ich bin Philosoph geworden. Mich hat immer interessiert, Philosophie für eine Gesellschaft in die Praxis umzusetzen. Wenn es so etwas wie eine kollektive Intelligenz gibt, dann ist das Theater der beste Ort dafür, sie zu entfalten. Der sokratische Dialog ist die Methode.«

Roberto Ciulli

»Das Theater an der Ruhr war wie eine Explosion für mich.« Navid Kermani

Roberto Ciulli macht transkulturelles Theater in Deutschland, lange bevor sich das postmigrantische Theater etabliert. 1980 gründet er in Mülheim an der Ruhr gemeinsam mit dem Dramaturgen Helmut Schäfer und dem Bühnenbildner Gralf-Edzard Habben das Theater an der Ruhr – ein freies, aber staatlich subventionertes Ensembletheater, vergleichbar mit Ariane Mnouchkines Pariser Théâtre du Soleil, in dem das Reisen und der Kulturaustausch im Zentrum stehen. In über 35 Jahren besucht das Theater über 40 Länder und holt zugleich die Welt ins Ruhrgebiet, indem es Künstler aus u.a. Chile, Polen, Russland, Jugoslawien, Ägypten, Türkei, Iran, Irak nach Mülheim einlädt.

Die Monographie versammelt erstmals biographisches Material zu Roberto Cullis Werdegang :

I. Von seinem Studium der Philosophie und seinem Mailänder Zelttheater Il Globo am Stadtrand, seiner Ankunft in Deutschland Mitte der 1960er-Jahre, seinen Weg vom Deutschen Theater Göttingen bei Hilpert und Fleckenstein, über Köln mit Heyme bis zu der Theatergründung in Mülheim an der Ruhr.

Teil II enthält Gespräche zwischen Roberto Ciulli und Jonas Tinius: Sie sprechen über Theater als Mittel, um die Welt zu verändern, über Migration, Anthropologie und die Provinz, über eine universelle Sprache und das Clowneske, über eine selbstbestimmte Haltung zur Welt und einen fremden Blick auf sie.

Teil III schließlich enthält Material (Texte, Gespräche, Dokumente) aus fast 40 Jahren internationaler Theaterarbeit im und mit dem Theater an der Ruhr.

Daneben gibt es Texte von Navid Kermani, Helmut Schäfer, Heinz-Norbert Jocks u.v.a., zahlreiche Kritiken, Reisefotos und einen Bildessay von Knut W. Maron.

»Manche Menschen begegnen einem nicht als Individuum, sondern als Prisma, das eine Reihe von schillernden Spektren, Welten, auffächert. Der Regisseur Roberto Ciulli ist ein solches Prisma.« Jonas Tinius

 

Mit freundlicher Unterstützung durch die Kunststiftung NRW und die Stadt Mülheim an der Ruhr.