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Die Tournee

Die Tournee

Roman aus dem Nachlaß

Jörg-Fauser-Edition IX. Mit Beiträgen von Jan Bürger und Rainer Weiss

2007
272 Seiten. 17 Abb.. Fadenheftung. Hardcover
ISBN 978-3-89581-121-0
Buch 19,90 € / E-Book 8,49 €

Ende 1986 beginnt Jörg Fauser mit der Arbeit an einem neuen Roman. Als er neun Monate später bei einem Unfall ums Leben kommt, ist das Buch noch unvollendet. Nach zwanzig Jahren erscheint das Romanfragment Die Tournee nun erstmals im Alexander Verlag Berlin als letzter Band der Jörg-Fauser-Edition.

Mit einem Essay von Jan Bürger und einem Nachwort von Rainer Weiss. Ergänzt wird der Band durch eine Reportage Fausers aus dem Jahr 1986, die dem Roman als Vorarbeit diente: Die Wunde der Komödianten. Mit dem Theater auf Tournee.

Der Lektor und Publizist Rainer Weiss und der Literaturwissenschaftler und Autor Jan Bürger haben Fausers letztes Tournee-Manuskript transkribiert und Notizen des Autors zur Entstehung des Romans zusammengetragen. Bürger gibt Aufschluß über Fausers Textplanung und erzählerisches Konzept und schildert seine Detailbesessenheit: »Jede Kleinigkeit entspricht der historischen Wirklichkeit, und doch ist das Ganze Fiktion.«

Zum Inhalt: Drei Personen auf dem absteigenden Ast: Harry Lipschitz, Mitglied der 8. Abteilung der Schöneberger SPD und ehemaliger Mitarbeiter des Ostbüros, dem nicht nur das Herz zu schaffen macht, der Münchner Galerist und gescheiterte Lebenskünstler Guido Franck und die alternde Schauspielerin Natascha Liebling »mit dem Lächeln für alle Fälle«, die als gescheiterter Filmstar mit einem Boulevardstück durch die deutschen Lande zieht. Verknüpft werden die Geschichten durch die ebenso planvollen wie rätselhaften Aktivitäten eines Mannes, »der sich Charles Kuhn nannte, aussah wie ein Filmstar, sich benahm wie ein Ganove und sich ausdrückte wie ein Philosoph«, und der ehrgeizigen Journalistin Vicky Borchers-Bohne, die die Tournee begleitet.

»Der Mythos lebt... Fauser, Cowboy, Kämpfer, Junkie, Trinker, einsamer Tod auf der Autobahn – alles klar. Nichts ist klar. Die Bücher soll man lesen!«
FAZ am Sonntag

»Der ernste, große Fauser, ernst genommen und groß gemacht. Wurde auch Zeit.«
Volker Weidermann, FAZ am Sonntag

»In diesem Romanfragment finden sich schön gebündelt all die Qualitaten, die Fausers Schreiben und eben auch seine vier zu Lebzeiten veröffentlichten Romane auszeichnen.«
Gerrit Bartels, Der Tagesspiegel

»Wenn er arbeitet und schreibt, ist er konsequent nüchtern und ernüchternd konsequent in seiner Haltung. Und wie Harry Lipschitz später im Buch, ist auch Fauser auf den Sitzungen des SPD-Kreisverbandes anzutreffen.«
tip Berlin

»Die Tournee - für mich der sicherste Beweis, dass er leben wollte. Wer solche 184 Buchseiten in seine Olympia hämmert, wirft sich vor keinen Laster.«
Franz Josef Wagner, Der Spiegel

»Episodisch, sprunghaft, umfassend.«
Die Zeit

»In der Evokation eines bestimmten randständigen Milieus, in dem es um Verlierertum geht, um Alkohol und Drogen, Sehnsucht und irgendwelche krummen Deals, ist Fauser in deutscher Sprache unüberboten.«
Christoph Bartmann, Süddeutsche Zeitung, (29. 04. 2008)

  Fauser bei MDR figaro

  AW zu Fausers 65. Geburtstag, RBB Kultur

  Alexander Wewerka im Gespräch über Fauser im Deutschland Radio Kultur