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Der fremde Blick – Roberto Ciulli und das Theater an der Ruhr

Der fremde Blick – Roberto Ciulli und das Theater an der Ruhr

Texte, Gespräche, Dokumente

ersch. März 2020
1000 Seiten. Broschur. Mit zahlr. Abbildungen und einem Bildessay von Knut W. Maron
ISBN 978-3-89581-491-4
noch nicht erschienen
ca. 30,– €

»Das Theater an der Ruhr war wie eine Explosion für mich. Vieles von dem, was ich heute als meins ausgebe, kommt daher.« Navid Kermani

1980 gründet Roberto Ciulli in Mülheim an der Ruhr gemeinsam mit dem Dramaturgen Helmut Schäfer und dem Bühnenbildner Gralf-Edzard Habben das Theater an der Ruhr – ein freies, aber staatlich subventioniertes Ensembletheater,  bei dem das Reisen und der Kulturaustausch zum Programm gehören. In über 35 Jahren besucht das Theater über 40 Länder und holt zugleich die Welt ins Ruhrgebiet, indem es Künstler aus u.a. Chile, Polen, Russland, Ex-Jugoslawien, Ägypten, Türkei, Iran und Irak nach Mülheim einlädt.

Die Monographie versammelt erstmals auf rund 1000 Seiten Material zu Roberto Ciullis Werdegang und Werk:

I. Von seinem Studium der Philosophie und seinem Mailänder Zelttheater Il Globo am Stadtrand, seiner Ankunft in Deutschland Mitte der 1960er-Jahre, seinen Weg vom Deutschen Theater Göttingen bei Hilpert und Fleckenstein über Köln in den 1970-er Jahren mit Hansgünther Heyme bis zu der Theatergründung in Mülheim an der Ruhr.

II. Gespräche zwischen Roberto Ciulli und dem Anthropologen Jonas Tinius: Sie sprechen über Theater als Mittel, um die Welt zu verändern, über Migration, Anthropologie und die Provinz, über eine universelle Sprache und das Clowneske, über eine selbstbestimmte Haltung zur Welt und einen fremden Blick auf sie.

III. Material (Texte, Gespräche, Dokumente) aus fast 40 Jahren internationaler Theaterarbeit im und mit dem Theater an der Ruhr.

Daneben gibt es Texte von Navid Kermani, Helmut Schäfer, Heinz-Norbert Jocks u.v.a., zahlreiche Kritiken, Reisefotos und einen Bildessay von Knut W. Maron.

 

Frage: »Sie wollten einmal Philosoph werden ...«

Roberto Ciulli: »Ich bin Philosoph geworden. Mich hat immer interessiert, Philosophie für eine Gesellschaft in die Praxis umzusetzen. Wenn es so etwas wie eine kollektive Intelligenz gibt, dann ist das Theater der beste Ort dafür, sie zu entfalten. Der sokratische Dialog ist die Methode.«

 

Mit freundlicher Unterstützung durch die Kunststiftung NRW, die Theaterwissenschaftliche Sammlung Köln und die Stadt Mülheim an der Ruhr.