Auf welchen Verabredungen basiert unser Zusammenleben? Und wie können diese – oft als selbstverständlich hingenommenen – sichtbar und damit verhandelbar gemacht werden? In ihren Performances, Installationen und Radiostücken machen Hofmann&Lindholm genau dies: Sie schaffen Räume, in denen soziale Regeln und Konventionen ausgesetzt oder verschoben werden. Das scheinbar Bekannte und Vertraute – seien es nun historische Ereignisse, Eigentumsverhältnisse oder Nachbarschaften – begegnet uns darin als fremd, bisweilen sogar unheimlich. Zur Verhandlung gesellschaftlicher Normen gehört dabei unmittelbar das Zusammenspiel mit Publikum und Mitwirkenden, die zu Ko-Produzierenden und Kompliz:innen werden.
Mit Beiträgen von Esther Boldt, Nikolaus Müller-Schöll und Kathrin Tiedemann, zahlreichen Abbildungen und einem Werkverzeichnis.
»Ihre Arbeiten sind Störfaktoren im positivsten Sinne.« kultur.west
Eine Publikationsreihe der Kunststiftung NRW im Alexander Verlag Berlin.
Die Reihe Postdramatisches Theater in Portraits widmet sich der Entwicklung einer neuen Theaterästhetik seit den 1990er-Jahren. Die Geschichte von Akteur*innen des postdramatischen Theaters im deutschsprachigen Raum wird erstmals in Form von Monografien erzählt. Herausgeber der Reihe sind Florian Malzacher, Aenne Quiñones und Kathrin Tiedemann.
Folgende Bände sind bereits erschienen: »Gob Squad – What are you looking at?«; »Gintersdorfer/Klaßen – Eleganz ist kein Verbrechen«; »andcompany&Co. – the & of history«; »Rimini Protokoll – Welt proben«; »She She Pop – Mehr als sieben Schwestern«; »Boris Nikitin – Das Gegenteil der Dinge«; »Claudia Bosse – Kein Theater. Alles möglich«; »deufert&plischke – Durcheinander«; »Forschungstheater – Experimente für Alle«; »Showcase Beat Le Mot – Alles«.
Hier finden Sie eine kostenlose Einführungsbroschüre zu der neuen Buchreihe Postdramatisches Theater in Portraits.

