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Thema: Theater








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Der fremde Blick – Roberto Ciulli und das Theater an der Ruhr

Der fremde Blick – Roberto Ciulli und das Theater an der Ruhr

Gespräche, Texte, Fotos, Material

2020
1280 Seiten. 450 Abb.. 15,0 x 23,0 cm. Fadenheftung. prägung. Hardcover. Banderole. leseband. 2 Bände Mit zahlr. farbigen Abbildungen und einem Bildessay von Knut W. Maron
ISBN 978-3-89581-491-4
35,– €

»Das Theater an der Ruhr war wie eine Explosion für mich. Vieles von dem, was ich heute als meins ausgebe, kommt daher.« Navid Kermani

»Roberto Ciulli war einer der wenigen Regisseure, die, als ich Anfang der Achtziger Jahre in Düsseldorf als Regieassistent anfing, am dortigen Schauspielhaus wirklich prägende Inszenierungen geschaffen hatte. Zum Beispiel die Uraufführung von März, ein Künstlerleben in den Alten Messehallen ist für mich unvergessen, genau so, wie auch seine verstörende Alkestis-Inszenierung.« Jossi Wieler

 

1980 gründet Roberto Ciulli in Mülheim an der Ruhr gemeinsam mit dem Dramaturgen Helmut Schäfer und dem Bühnenbildner Gralf-Edzard Habben das Theater an der Ruhr – ein freies, aber staatlich subventioniertes Ensembletheater,  bei dem das Reisen und der Kulturaustausch zum Programm gehören. In über 35 Jahren besucht das Theater über 40 Länder und holt zugleich die Welt ins Ruhrgebiet, indem es Künstler aus u.a. Chile, Polen, Russland, Ex-Jugoslawien, Ägypten, Türkei, Iran und Irak nach Mülheim einlädt.

Die Monographie versammelt erstmals auf 1280 Seiten Material zu Roberto Ciullis Werdegang und Werk:

I. Von seinem Studium der Philosophie und seinem Mailänder Zelttheater Il Globo am Stadtrand, seiner Ankunft in Deutschland Mitte der 1960er-Jahre, seinen Weg vom Deutschen Theater Göttingen bei Hilpert und Fleckenstein über Köln in den 1970er-Jahren mit Hansgünther Heyme bis zu der Theatergründung in Mülheim an der Ruhr.

II. Gespräche zwischen Roberto Ciulli und dem Anthropologen Jonas Tinius: Sie sprechen über Theater als Mittel, um die Welt zu verändern, über Migration, Anthropologie und die Provinz, über eine universelle Sprache und das Clowneske, über eine selbstbestimmte Haltung zur Welt und einen fremden Blick auf sie.

III. Material (Texte, Gespräche, Dokumente) aus rund 40 Jahren internationaler Theaterarbeit im und mit dem Theater an der Ruhr.

Daneben gibt es Texte von Navid Kermani, Slobodan Šnajder, Helmut Schäfer, Heinz-Norbert Jocks u.v.a., zahlreiche Kritiken, Reisefotos und einen Bildessay von Knut W. Maron.

 

Frage: »Sie wollten einmal Philosoph werden ...«

Roberto Ciulli: »Ich bin Philosoph geworden. Mich hat immer interessiert, Philosophie für eine Gesellschaft in die Praxis umzusetzen. Wenn es so etwas wie eine kollektive Intelligenz gibt, dann ist das Theater der beste Ort dafür, sie zu entfalten. Der sokratische Dialog ist die Methode.«

 

Hier haben wir eine Leseprobe als PDF vorbereitet.

Buchtrailer ROBERTO CIULLI von Didi Danquart:

https://vimeo.com/397223931

 

Mit freundlicher Unterstützung durch die Kunststiftung NRW, die Stadt Mülheim an der Ruhr, das NRW KULTURsekretariat  und die Theaterwissenschaftliche Sammlung Köln TWS.

»Eine hervorragend edierte Materialsammlung (…) Diese überbordende Sammlung beschreibt anschaulich, wie Ciullis Leben bislang verlief, ein Leben, dessen einzige Konstante vielleicht darin besteht, Entwicklungslinien abzubrechen, Strukturen auf Null zu stellen, von vorn anzufangen.« Falk Schreiber, nachtkritik.de

»Roberto Ciulli hat sein Leben lang an einer Kunst gearbeitet, die die Menschlichkeit verteidigt. Eindrücklich hat das Buch das verschriftlicht.« Dorothea Marcus, WDR 5 Scala

»Allein die im ersten Band mit vielen Fotos und Dokumenten dargebotene Lebensgeschichte von Mailand nach Mülheim könnte selbst diejenigen begeistern, die solche Bücher ansonsten der Exklusivität der Theaterwissenschaft zurechnen.« Thomas Irmer, der Freitag

»Ein opulentes Buch.« Stefan Keim, WDR 3 Kultur am Mittag

»Den Herausgebern ist es gelungen, die Diskussion über das deutsche und internationale Theater der letzten vierzig Jahre abzubilden, ausgehend von Ciullis "Kriegserklärung an den Theaterapparat".« Eva Karnofsky, NRZ