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Das Zeitgeisterhaus

Das Zeitgeisterhaus

Eine deutsche Geschichte

Roman

2026

Schutzumschlag. gebunden. 136 Seiten
ISBN 978-3-89581-654-3

22,– € *

Eine deutsche Geschichte, die zum Albtraum wird.

Eine Künstlerin »aus dem hohen, fremden Norden« wird nach Deutschland eingeladen, um an einem »altehrwürdigen Gesamtkunsthaus« ihre Show auf die Bühne zu bringen. Was als vielversprechende künstlerische Zusammenarbeit beginnt, entwickelt sich schnell zum Kulturkonflikt. Die prominente Künstlerin tut genau das, was man in diesem Land nicht tun darf – und prompt meldet sich der gekränkte Zeitgeist zu Wort. Am Ende muss sie das Haus verlassen. Die »Täterin« versucht zu verstehen, wie es so weit kommen konnte, und was hier – in diesem Haus, in diesem Land, in dieser Geschichte, in dieser Zeit – eigentlich vor sich geht.

Aus der autofiktionalen Erzählung wird eine mehrstimmige Reflexion über machtkritische Kulturpraxis und die Tragödie jener, die unbedingt das Richtige tun wollen – und gerade deshalb immer wieder das Falsche wiederholen.

»Madame Nielsen fordert Menschen auf einzigartige Weise heraus.« Christian Kracht

»In ›Das Zeitgeisterhaus‹ verdichtet Madame Nielsen einen realen Skandal zu einer Parabel auf die ängstliche Gegenwart Deutschlands.« Tobias Sedlmaier, Neue Züricher Zeitung

Frank Witzel über »Das Zeitgeisterhaus«:

» […] Ich habe Ihr Buch nun auch ganz gelesen und muss sagen, dass ich restlos begeistert bin. Als erstes bewundere ich Ihre Sprache, beziehungsweise das Einfühlen und Weiterführen in dieses Idiom, das Ihnen ja nun einmal nicht von Haus aus mitgegeben wurde. Diese zarten Verschleifungen und Veränderungen von alltäglichen Floskeln, die einen zweiten Sinn freilegen, ohne sich dabei in den Vordergrund zu schieben. Dann die Erzählweise, die unterschiedlichen Register, die sich auch nur in Feinheiten unterscheiden, so dass es trotz der Mehrstimmigkeit ein Fluss bleibt. Ihnen gelingt aber noch etwas Außergewöhnliches in dem Buch, dass Sie den anderen Personen eine tatsächliche Stimme geben. Das ist alles andere als Rollenprosa, vielmehr fühlen Sie sich ja wirklich in sie ein.  […] Eindringlich werden dieses »Fremdtexte« vor allem dadurch, dass sie ja auch immer die Erzählerin beschreiben, und hier kommt Ihre Fähigkeit zum Tragen, sich selbst  schonungslos – eigentlich am schonungslosesten – beschreiben zu können, dadurch gerät in Vergessenheit, wer hier tatsächlich spricht und der Text wird zu einem ganz eigenen, von der Erzählerin (und Autorin) losgelösten Wesen, von dem ich erfasst werde. Es ist ein wirklich ganz wunderbares Buch.«